Studie: #MeinNetz

Studie zu Internetnutzung & Medienkompetenz junger Menschen in Österreich
Im Rahmen der Kampagne #MeinNetz konzipierte und realisierte die BJV eine Studie, in der über 400 Jugendliche zum Thema Internetnutzung und Medienkompetenz befragt wurden.

Im Herbst 2016 führte das Forschungsinstitut IFES im Auftrag der Bundesjugendvertretung (BJV) und mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung eine Umfrage unter 439 Menschen zwischen 14 und 20 Jahren in ganz Österreich durch, die das Thema Internet und Medienkompetenz untersuchte. Nun wurden die Ergebnisse daraus präsentiert.

Die Studie zeigt u.a. auf, wie Jugendliche ihre digitalen Fähigkeiten einschätzen, wie sie diese in ihrem sozialen Umfeld bewerten (z.B. ihre Eltern, MitschülerInnen oder Lehrpersonen), was sie in der Schule im Hinblick auf Medienbildung lernen und was sie sich hier verstärkt wünschen. Auch Fragen wie Internetnutzung, Betroffenheit von Cyber-Mobbing oder Interesse an netzpolitischen Themen wurden abgefragt.

Christian Zoll, Vorsitzender der BJV, zur Studie: „Zentrale Aufgabe der BJV ist es, die Meinungen, Wünsche und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen in der Öffentlichkeit zu vertreten und zu verstärken. Das Thema Internet ist dabei wichtig für uns, wir sind mitten im digitalen Zeitalter und die Lebensrealität vieler junger Menschen findet zu einem großen Teil online statt. In dieser Studie kommen nun mehr als 400 Jugendliche zu Wort, und liefern wichtige Anregungen und konkrete Ideen, vor allem für die bessere Verankerung und Vermittlung von Medienkompetenz im österreichischen Bildungssystem. Diese greifen wir auf und werden deren Umsetzung gegenüber der Politik einfordern und diesen Prozess als gesetzliche Interessensvertretung der Zielgruppe unterstützend begleiten.“

Die wichtigste Schlussfolgerung aus den Ergebnissen ist sehr klar, wie Johanna Tradinik, ebenfalls Vorsitzende der BJV, berichtet: „Absolut zentral ist, dass Medienbildung einen größeren Stellenwert im österreichischen Schulsystem bekommen muss. Es gibt zwar ein entsprechendes Unterrichtsprinzip, aber das wird einfach zu wenig umgesetzt. Medienbildung muss verpflichtender Teil der PädagogInnenausbildung sein. Und auch bereits praktizierende Lehrpersonen müssen weitergebildet werden. Nur so kann gewährleistet werden, dass nicht an der Lebensrealität junger Menschen vorbei unterrichtet wird.“