Gedanken zum Weltjugendtag 2017

Die UN Youth Delegate Anna Holzhacker teilt ihre Gedanken zum Weltjugendtag am 12. August

Heute ist der Internationale Weltjugendtag und mein Facebook-Feed geht über vor Bekundungen der Freude. Profilbilder werden mit dem #YouthDay-Rahmen des European Youth Forum geschmückt, die Videonachricht von Generalsekretär António Guterres und UN Youth Envoy Jayathma Wickramanayake wird unzählige Male geteilt und das Gefühl entsteht, als wäre die internationale Jugend wirklich eine große Gruppe die zusammenhält – komme, was wolle. Dass dies nur an meiner Online-Filterblase und meinen Freunden aus dem UN- und Jugendarbeits-Milieu liegt, ist mir klar – dabei sollte ein Tag wie der heutige für alle Menschen etwas Wichtiges sein.

Jugendpolitik muss für EntscheidungsträgerInnen aus allen Generationen einen hohen Stellenwert haben. Warum? Weil Jugend eine Querschnittsmaterie ist: Sie betrifft jedes mögliche politische Thema – von Bildung über das Gesundheitssystem bis zu Pensionen. Gespräche über die Zukunft sind also nicht möglich, ohne die junge Generation miteinzubeziehen.

Die Kommunikation und Kooperation untereinander funktioniert bei uns jungen Menschen schon einwandfrei – das ist, was mich in den eineinhalb Monaten im Amt am Meisten beeindruckt hat. Ob ich an Parteien geschrieben habe, an religiöse Organisationen oder an verschiedene Vereine – meine GesprächspartnerInnen waren durchgehend freundlich, sehr interessiert und engagiert und äußert kompetent in ihren jeweiligen Einsatzbereichen. Ohne die Erfahrung und den Input von Menschen, die sich in ihrem täglichen Umfeld für Kinder und Jugendliche einsetzen und mit ihnen arbeiten, könnte ich meine Arbeit niemals ausführen. Die Zusammenarbeit mit diesen engagierten jungen Menschen, die für ihre Projekte Feuer und Flamme sind zeigt, wie viel die Jugend bewegen kann – wenn sie nur zusammen arbeitet.

Diesen Geist der Zusammenarbeit möchte ich in Zukunft auch auf einer anderen Ebene sehen: Ein generationenübergreifender Dialog wird immer wichtiger. Dadurch können wir aus der Erfahrung unserer Vorgänger lernen und gleichzeitig bei der Gestaltung unserer Zukunft mitwirken