Annas erste Woche in New York

Von Jetlag, Statements und Side Events
Im Oktober 2017 habe ich die Möglichkeit, drei Wochen beim 3. Komitee der Vereinten Nationen in New York zu verbringen. Was ich dabei grundsätzlich mache, findet ihr in meinem ersten Blogeintrag, der weiter unten verlinkt ist – im folgenden Beitrag erzähle ich von den Erlebnissen der ersten Woche.
YDs[1]
UN-Youth Delegates

193 Staaten und ihre VertreterInnen auf einmal zu koordinieren, ist gar nicht so einfach. Schon gar nicht, wenn viele von ihnen eine Rede halten sollten, aber nicht alles so glatt läuft wie gewünscht – der Botschafter ist noch nicht da, das Land steht nicht auf der Redeliste, die Technik funktioniert nicht. Aufgrund dieser Gründe stand bis Sonntagabend nicht fest, wann ich meine Rede vor dem 3. Komitee halten würde. Die Rede ist genauer gesagt das 5-minütige Opening Statement, das alle Länder  vor Beginn der Verhandlungen halten können, um auf Probleme oder Errungenschaften ihrer Staaten hinzuweisen.

Rede am ersten Tag

Mit der dementsprechenden Nervosität und Vorfreude habe ich mich schließlich Montagmorgen mit meiner Kontaktperson der Österreichischen Ständigen Vertretung und Zuständigen für das dritte Komitee getroffen. Dort gab es auch eine SprecherInnenliste für mich: Ich durfte als zwölftes Land und als dritte  Jugenddelegierte für die Jugend meines Landes sprechen. Meine Rede findet ihr hier. Außerdem möchte ich mich an dieser Stelle bei der Bundesjugendvertretung, der Österreichischen Ständigen Vertretung zu den Vereinten Nationen und bei den anderen Jugenddelegierten bedanken, deren Unterstützung vor, während und nach der Rede unglaublich war.

Die ersten zwei Tage des dritten Komitees bestehen vor allem aus den Country-Statements, also den Länder-Statements, die oft von Jugenddelegierten gehalten wurden. Damit erklärt sich auch das Programm der ersten zwei Tage: Die Reden der anderen Jugenddelegierten verfolgen, sie unterstützen und dabei Input und good-practice-Beispiele sammeln. Dienstagabend durften meine Schweizer Kollegin Sabine und ich außerdem als +1 unsere deutschen KollegInnen Anaick und Mio zu einer Feier zum Tag der Deutschen Einheit begleiten, was ein spannender Blick in das DiplomatInnenleben hinter den Kulissen war.

UNYD meets Ständige Vertretung

Besonders am Herzen liegt mir auch, gut mit der Ständigen Vertretung zusammenarbeiten. Ich darf etwa nächsten Mittwoch ein Side Event zur UNGA72 (UN Generalversammlung) in den österreichischen Räumlichkeiten veranstalten und werde auch bei allen inhaltlichen Fragen hervorragend unterstützt. Daher versuche ich, jeden Morgen kurz in der Vertretung vorbeizuschauen, mit meiner Kontaktperson alles zu besprechen und auf offizieller Ebene am Laufenden gehalten zu werden.

Davon abgesehen organisieren die Jugenddelegierten aber auch viele Programmpunkte selbst. Freitags konnte ich an zum Beispiel an zwei Side Events zum Thema „Peace Building & Agenda 225″ teilnehmen, was sowohl spannenden Input und gute Network-Gelegenheiten bietet, als auch hervorragendes Essen. Mit meiner Ko-Organisatorin Mariame aus Belgien war ich außerdem einen ganzen Nachmittag in New York unterwegs, um ein Video für unser Event zu filmen.

Tägliche Updates gibt es auf Twitter und auf Facebook, der nächste Blogbeitrag folgt bald!

Was ich grundsätzlich als UNYD mache, habe ich in meinem ersten Blogbeitrag erklärt.

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