Semmerl, Marmelade & europäische Jugendpolitik

Europäische Jugendpolitik: Informal Forum on the topic of Youth
Die Bundesjugendvertretung vertritt die Interessen von Kindern und Jugendlichen auf regionaler, nationaler und auch darüber hinaus, auf internationaler Ebene. Doch, wie funktioniert das eigentlich auf internationaler Ebene, wenn es etwa um die Vertretung bei der Europäischen Union geht? Und wird man als Jugendlicher auf europäischer Ebene denn eigentlich ernst genommen?

Gleich vorweg: Ja. Kinder und Jugendliche sind den Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern in Europa ein besonderes Anliegen. Dafür gibt es sogar einige eigene Programme, wie etwa den Strukturierten Dialog, die Jugendstrategie oder Erasmus+.

Wenn sich Ministerinnen und Minister aus allen 28 EU-Mitgliedsstaaten treffen, dann stehen viele wichtige Themen am Programm. Um sicherzustellen, dass auch die Stimmen von Jugendlichen unmittelbar in die Diskussionen einfließen, hat die estnische Ratspräsidentschaft (Ratspräsidentschaft, das ist kurz erklärt der Vorsitz der Vertretung der EU-Mitgliedsstaaten und wechselt alle sechs Monate, aktuell ist Estland dran, dann folgt Bulgarien und gleich darauf Österreich!) am 20. November ein „Informal Forum on the topic of Youth“ organisiert.

 

„Informal Forum“ heißt so viel wie Frühstücken mit EU-Ministerinnen und Ministern, hohen Diplomatinnen und Diplomaten bzw. Beamtinnen und Beamten, die in den Staaten für Jugend-Themen zuständig sind. Ein Frühstück ist insofern eine ideale Gelegenheit, als man bei Semmerl und Marmelade auf die Wichtigkeit von einzelnen Themen hinweisen und diese in einer familiären Atmosphäre anbringen kann.
Diese Möglichkeit konnte für die Bundesjugendvertretung Markus Kirchschlager aus dem BJV-Vorstand wahrnehmen und sich etwa für eine starke Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen auf europäischer Ebene einsetzen. Besonders spannend war für ihn auch die Möglichkeit, sich mit dem bulgarischen Minister für Sport und Jugend intensiv über die Unterschiede zwischen österreichischer und bulgarischer Jugendpolitik auszutauschen und über Partizipationsmöglichkeiten von benachteiligten Jugendlichen zu sprechen.
Im Anschluss trafen sich dann die JugendministerInnen der EU auch im formellen Rahmen. Die Debatte des Rates könnt ihr hier nachsehen.
Markus Kirchschlager vom BJV-Vorstand beim informal forum on the topic of youth in Brüssel