Und jetzt? Weichen stellen für ein gemeinsames Europa!

Shervin Sardari ist neuer European Youth Delegate 2018/2019 und fasst für euch zusammen, was ihn in seiner Aufgabe als EYD erwarten wird.

Jeder Anfang ist auch ein Ende und in jedem Ende steckt ein Neuanfang. In meinem Fall beginnt meine Funktionsperiode mit dem Ende der bisherigen EU-Jugendstrategie und endet mit dem Inkrafttreten der neuen Strategie. Aber der Reihe nach …

Seit Februar 2018 bin ich also der neue EYD – European Youth Delegate – in der Bundesjugendvertretung. Gemeinsam mit Sophie Hammer, die seit 2017 in Amt und Würden ist, darf ich die Anliegen und Interessen junger Menschen bis 30 auf europäischer Ebene vertreten. Das klingt erst mal abstrakt, immerhin handelt es sich um knapp drei Millionen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.

Shervin mit EYD Kollegin Sophie

Konkret geht es darum, die junge Generation in Österreich auf EU-Konferenzen zu vertreten und gemeinsam an einer europäischen Jugendpolitik zu arbeiten. Und der Fahrplan für die ersten Monate ist schon ziemlich dicht: gleich drei Auslandstermine stehen im April an. Es beginnt mit einem Arbeitstreffen in den Niederlanden, danach folgt die EU-Jugendkonferenz in Sofia und anschließend geht’s weiter nach Brüssel zum Europäischen Jugendforum, der Jugendvertretung in der EU. Auch in der zweiten Jahreshälfte wird’s nicht weniger spannend: denn mit der EU-Ratspräsidentschaft ist Österreich auch Gastgeberland der zweiten EU-Jugendkonferenz. Bei dieser Konferenz soll auch die neue EU-Jugendstrategie beschlossen werden, denn die bisherige Strategie läuft Ende 2018 aus. Es geht also um die Frage, wie junge Menschen die Zukunft in Europa mitgestalten möchten. Die Ergebnisse des Strukturierten Dialogs, bei dem junge Menschen zu diesem Thema ihre Meinung abgeben konnten, werden gerade ausgewertet.

Meine Tätigkeit als European Youth Delegate beginnt also mit dem Ende der alten EU-Jugendstrategie und endet mit dem Beginn der neuen Strategie. Es wird eine Zeit der Transformation, eine Zeit der Weichenstellung. Zusätzlich kommen in den nächsten zwei Jahren große Herausforderungen auf uns zu. 2019 wird Großbritannien die EU verlassen, wodurch sich gerade für uns junge Menschen die Frage stellt, wie selbstverständlich ein vereintes Europa heute noch ist. Weitere wichtige Themen sind die Digitalisierung, Veränderungen in der Arbeitswelt sowie der Klimawandel – die wahrscheinlich größte Gefahr unserer Generation. Es gibt also genug zu tun. In diesem Sinne: gehen wir’s an!

Text: Shervin Sardari