Kinderrechte: (K)ein Grund zum Feiern?

Gemeinsam mit dem Netzwerk Kinderechte zeigt die BJV die dringendsten Kinderrechte-Baustellen in Österreich auf.

Am 20. November feiert die UN-Kinderrechtskonvention ihr 30-jähriges Jubiläum. Die Einhaltung von Kinderrechten sollte in jedem Land selbstverständlich sein. Aber auch in Österreich werden Kinderrechte tagtäglich verletzt, darauf machte die BJV gemeinsam mit dem Netzwerk Kinderrechte und jungen Menschen aufmerksam.

Dringendste Themen: Kinderarmut, Gewalt und Asyl

Obwohl Österreich zu den reichsten Ländern der Welt gehört, ist jedes fünfte Kind von Armut betroffen oder bedroht. Das bedeutet, dass das monatliche Einkommen des jeweiligen Haushaltes unter der Armutsgrenze liegt. Kinder leiden dabei oft am meisten unter dem finanziellen Mangel. Vor allem Familien mit mehreren Kindern und Alleinerziehende sind überdurchschnittlich stark von Armut betroffen. Neben der Rücknahme der Sozialhilfe NEU fordert die BJV eine Reform des Unterhaltsrechts und die Einführung einer Kindergrundsicherung.

Hinsichtlich Gewalt an Kindern und Jugendlichen kritisiert die BJV das im September 2019 im Nationalrat beschlossene Gewaltschutzgesetz: Statt erhöhte Strafen, muss Prävention an erster Stelle stehen.

Der dritte Kritikpunkt  zielt auf die Ungleichbehandlung von Kindern. Denn die Einhaltung von Kinderrechtenin Österreich hört leider oftmals da auf, wenn es um junge Flüchtlinge geht.

Um die bestehenden Mängel zu beheben, braucht es eine zentrale politische Stelle, die die Umsetzung der Kinderrechte koordiniert und vorantreibt – diese ist momentan nicht vorhanden. Die BJV appelliert an die künftige Bundesregierung Kinderrechte ernst zu nehmen und ihnen endlich Priorität einzuräumen! #wirjetzthier