Bericht zur Enquete

Bericht zur Enquete "Gleiche Chancen für Alt und Jung?"
Gemeinsam mit dem Seniorenrat hat die BJV im November 2012 eine Enquete zum Thema Generationengerechtigkeit veranstaltet.

Anlässlich des Europäischen Jahres des aktiven Alterns und der Solidarität zwischen den Generationen veranstalteten die BJV und der Österreichische Seniorenrat auf Einladung von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer die Enquete „Gleiche Chancen für Alt und Jung? – Generationengerechtigkeit im Spannungsfeld der Verteilung von Chancen“.
Mit dieser Veranstaltung wollten die OrganisatorInnen den Dialog zwischen den Generationen fördern und das Thema der Generationengerechtigkeit unter dem Blickwinkel der Verteilung von Chancen diskutieren. Die Enquete war ein großer Erfolg und zeigte eine Vielzahl an Verbesserungsvorschlägen und Maßnahmen zum Wohle junger und älterer Menschen in Österreich auf.

Start für mehr Generationendialog

In ihren Reden zeigten sich Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, BM Reinhold Mitterlehner und BM Rudolf Hundstorfer erfreut über die Initiative von BJV und Seniorenrat zu dieser Veranstaltung und zum Startschuss für mehr Generationendialog, der von beiden Interessenvertretungen eingeläutet wurde. BM Mitterlehner verwies insbesondere auf die Bedeutung des sozialpartnerschaftlichen Status der beiden Organisationen.
Bereits in der gemeinsamen Pressekonferenz von Bundesjugendvertretung und Seniorenrat im Vorfeld der Enquete verwiesen die beiden Organisationen darauf, dass zwischen den Generationen häufig von außen ein Konflikt geschürt würde.
Johanne Zauner betonte auch in ihrer Rede bei der Enquete, dass sich die BJV gegen einen Konflikt und stattdessen für mehr Dialog und Gerechtigkeit zwischen den Generationen ausspricht.

Generationengerechtigkeit hat viele Aspekte

Generationengerechtigkeit geht für die BJV über das Pensionssystem hinaus, so Johanna Zauner: „Generationengerechtigkeit heißt für uns als Bundesjugendvertretung nicht nur, dass die heute Jungen auch morgen noch eine Pension bekommen, von der sie leben können. Nein, es heißt auch: dass Junge und Alte und ihre Interessenvertretungen gleichwertig berücksichtigt werden in der Tagespolitik. Es heißt, dass es gleiche Chancen gibt, wenn es um Teilhabe junger und alter Menschen geht. Es heißt, dass Jung und Alt mit am Verhandlungstisch sitzen, wenn es um maßgebliche politische Entscheidungen wie bspw. Budgetverhandlungen der Regierung geht.“ Sowohl Bundesjugendvertretung als auch Seniorenrat betonten, dass man einen schwerwiegenden Fehler mache, wenn dabei nicht alle Bevölkerungsgruppen gleichwertig berücksichtigt werden. Die Präsidenten des Seniorenrates, Andreas Khol und Karl Blecha betonten, dass sie künftig vom Verhandlungstisch aufstehen würden, wenn keinE JugendvertreterIn dabei sei.

Diskussion mit ExpertInnen in Arbeitskreisen

Hochkarätig besetzt waren die Arbeitskreise der Enquete, in denen die TeilnehmerInnen über unterschiedliche Aspekte des Themas „Gleiche Chancen für Alt und Jung?“ diskutierten.

Übersicht über die Arbeitskreise
I. Teilhabe – wie junge und alte Menschen einbinden?
Input: Eva Zeglovits, Universität Wien
Moderation: Gerald John, Der Standard
II. Pensionen – wie das gesetzliche Pensionssystem nachhaltig gestalten?
Input: Elke Loichinger, IIASA
Moderation: Eva Linsinger, profil
III. Soziale Absicherung in Zukunft – wie den Sozialstaat gerecht finanzieren?
Input: Christine Mayrhuber, WIFO
Moderation: Hans Bürger, ORF
IV. Jugend- und SeniorInnenanliegen in der Politik – Verträglichkeitsprüfung
(„Jugend- bzw. SeniorInnencheck“) als Lösung?
Input: Helmut Sax, Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte
Moderation: Claudia Gigler, Kleine Zeitung
V. Generationensolidarität – ist eine Stärkung des Generationenvertrages möglich?
Input: Andreas Khol, Seniorenrat / Wolfgang Moitzi, BJV
Moderation: Karl Ettinger, Die Presse

Abschließend dankt die BJV nochmals den KooperationspartnerInnen, den FördergeberInnen, den ModeratorInnen, ExpertInnen sowie allen TeilnehmerInnen für die gute Zusammenarbeit und die gelungene Veranstaltung.

Die Veranstaltung wurde durch das österreichische Parlament, das EU-Programm Jugend in Aktion sowie das BMWFJ unterstützt.

Publikation zur Enquete

Eine ausführliche Darstellung der Ergebnisse findet sich in der Dokumentation zur Enquete. Diese kann kostenlos bei der BJV bestellt werden: Mail mit Name und Adresse an: office@bjv.at