Selbstverpflichtungserklärung Gender Mainstreaming

Die Selbstverfpflichtungserklärung der BJV wurde 2005 beschlossen und 2016 überarbeitet und adaptiert.

Die Bundesjugendvertretung (BJV) hat sich zur Implementierung einer Gen-der Mainstreaming Strategie verpflichtet, deren Ziel Geschlechtergerechtigkeit in allen Bereichen der BJV – beziehungsweise des Vereins Österreichische Kinder- und Jugendvertretung – ist. Die Selbstverpflichtungserklärung wurde 2005 beschlossen und 2016 aktualisiert. Sie umfasst folgende Vereinbarungen:

  1. Alle gewählten Organe der BJV werden geschlechterparitätisch besetzt.
  2. Die BJV kommuniziert nach innen und außen in allen Belangen ge-schlechtergerecht, mit der allgemein gültigen Sprachregelung mit großem Binnen-I oder darüber hinausgehenden Regelungen wie z.B. Gender-Sternchen* oder Gender_Gap.
  3. Die Analysekategorie Gender ist Teil der Planung und Evaluierung von Kampagnen und anderen BJV-Aktivitäten.
  4. Die Bundesjugendvertretung verpflichtet sich zur laufenden Umsetzung eines Gender-Mainstreaming-Aktionsplans. Der Aktionsplan wird jährlich von Vorstand und Geschäftsstelle im Rahmen der Vorstandsklausur evaluiert und gegebenenfalls adaptiert.
  5. Die Steuerungsgruppe Gender Mainstreaming begleitet die Umsetzung der Gender-Mainstreaming-Selbstverpflichtung und des Aktionsplans. Sie trifft sich mindestens zweimal pro Jahr und setzt sich zusammen aus: einer/einem VertreterIn vom Vorsitz-Team, geschlechterparitätisch dazu einer/einem VertreterIn vom Vorstand, der Geschäftsführung und der Referentin/des Referenten für den Themenbereich. Die Steuerungsgruppe und ihre Sitzungen sind für alle Vorstandsmitglieder offen.
  6. Schriftliche Vorlagen (Stellungnahmen, Beschlüsse, Protokolle, etc.) für sämtliche Gremien der BJV werden geschlechtergerecht & gender-orientiert  erstellt.
  7. Die Geschäftsführung bzw. das Vorsitz-Team fragt bei Vorlagen nach, wenn keine inhaltlichen Gender-Bezüge erkennbar sind, und fordert diese ein.
  8. Eine Beratung bei der Erstellung der Vorlagen durch die Referentin/den Referenten zuständig für den Themenbereich, durch die Steuerungsgruppe Gender Mainstreaming oder durch das Frauenkomitee ist möglich, die Arbeit darf aber nicht delegiert werden.
  9. Informationen zur Bedeutung von geschlechtergerechter Sprache sind auf der BJV-Website und über andere Kanäle zu finden.
  10. Die Präsidiums-/Vorstandssitzungen werden genderbezogen beobachtet (z.B. durch das Gender-Watch-Formular und RednerInnen-Listen nach dem Reißverschlussprinzip) – die Verantwortung dafür wechselt zwischen den Mitgliedern des Präsidiums/des Vorstands, die Berichte werden im Protokoll festgehalten.
  11. Die BJV hält ihre Mitgliedsorganisationen dazu an, regelmäßig die Entsendungen/Nominierungen ihrer Delegierten in BJV-Gremien auf ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis zu überprüfen. Die Entsen-dungen zur Vollversammlung sind in den ÖJV-Statuten (§9) geregelt.
  12. Die BJV stellt Informationen zur Implementierung von Gender-Mainstreaming-Strategien für ihre Mitgliedsorganisationen zur Verfügung.
  13. Der Vorstand nimmt seine Vorbildaufgabe in Bezug auf Gender Mainstreaming wahr.
  14. Mindestens einmal pro Jahr wird im Rahmen der Vorstandsklausur ein Gender-Training, das mindestens einen halben Tag umfasst, durchgeführt – Informationen/Berichte darüber werden auch an die Mitgliedsorganisationen weitergetragen.
  15. Der Fortschritt der Gender Mainstreaming Strategie wird jährlich bei der Vorstandsklausur evaluiert und gegebenenfalls adaptiert.
  16. Die Mitgliedsorganisationen werden regelmäßig über die Umsetzungen und Maßnahmen der BJV im Bereich Gender Mainstreaming informiert.
  17. Eine Erweiterung des Maßnahmenkatalogs (Aktionsplan und Selbst-verpflichtungserklärung) ist erwünscht und wird angestrebt. Die Maßnahmen werden regelmäßig durch die StG Gender Mainstreaming evaluiert.
  18. Die Gender-Mainstreaming-Selbstverpflichtung ist öffentlich zugänglich.